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Öffnung für die geistige Welt
Magische Rituale und Zauber


Wenn man über Magie spricht, werden - und ich bin mir dessen wohl bewusst - nicht wenige Menschen den Kopf schütteln und sagen: "gibt es nicht!, finsterstes Mittelalter, Aberglaube". Sicher, in unseren Breitengraden wird Magie niemals öffentlich betrieben, aber regelmässige Anfragen an uns belegen, der Bedarf nach magischen Ritualen, nach Liebeszaubern, nach Bannzaubern, Geldzaubern, Zaubern gegen böse Nachbarn etc., ist weit größer als wir dachten, und macht vor allem eines deutlich: Der Mensch ist, egal für wie fortschrittlch und aufgeklärt er sich hält, ein Kind des magischen Denkens, welches, sobald sein Leben an irgendeinem Punkt aus den Fugen zu geraten droht, auf die Unterstützung der geistigen Welt zurückgreift. Von daher geht es weit an mitteleuropäischer Realität vorbei, zu meinen Magie, Rituale, Zauber beschränken sich auf längst vergangene Zeiten, auf ferne Länder in Afrika, Asien oder auf die Inseln der Karibik.

Lassen Sie uns also darüber nachdenken,
1. Warum der Mensch, sobald er in seiner Sicherheit erschüttert wird, ins magische Denken verfällt und
2. Ob sich mit Magie tatsächlich Menschen, Dinge oder Ereignisse beeinflussen lassen können.

Zu 1. Der Mensch ist bei seiner Geburt ein Wesen, welches laut Sigmund Freud, zu Beginn seines Lebens nicht zwischen Innenleben - Gefühlen - und Umwelt unterscheiden kann.

Der Säugling sondert noch nicht sein Ich von einer Außnwelt als Quelle der auf ihn ein strömenden Empfindungen. Er lernt es allmählich auf verschiedene Anregungen hin,
(Sigmund Freud, 1930 Das Unbehagen in der Kultur (1))

Ist das Kind hungrig, so schreit es und wie von Zauberhand kommt seine Nahrung gelaufen. Denn alles lebt. Die Mutti und das Fläschchen. Die Umwelt ist beseelt, denn noch wird nicht differenziert, zwischen toter oder lebender Materie und dem eigenen Organismus bzw, dem eigenen Empfinden. Ich schreie und die Welt dreht sich nach mir und um mich. Ich bin der Mittelpunkt des Kosmos. Der König der Welt. Und als MIttelpunkt dieses Kosmos habe ich die Macht, alleine durch Empfindung und die Äusserung von Lust/Unlust den Lauf der Welt zu bestimmen.

Hat das Kind diesen Ablauf von Ursache und Wirkung verinnerlicht, versucht es sich weiter darin, die Welt nach seinen Bedürfnissen zu formen. So lange, bis es langsam lernt, selber zu handeln und dadurch Wirkungen zu erzielen. Bewegung, Handlung erzielt also eine Änderung der Aussenwelt. Und vielleicht ist es genau diese Vorstellungskraft, die bei den animistischen Religionen, wie z.B. beim japanischen Shinto bis vor zwei Generationen dazu führte, dass der König jeden Tag mehrere Stunden völlig reglos auf seinem Thron sitzen musste, weil jede seiner Bewegungen Veränderungen im Kosmos des Landes nach sich ziehen konnte.

Bis vor zwei Generationen war er (der japanische Kaiser) gezwungen, jeden Morgen ein paar Stunden mit der Kaiserkrone auf dem Haupt auf dem Thron zu sitzen - wie eine Bildsäule, ohne Hände oder Füße, Kopf oder Augen oder irgendeinen Teil seines Körpers zu bewegen. Nur so, glaubte man, seien Ruhe und Frieden im Reich gewährleistet.,
(Alexander von Schönburg, Was sie schon immer über Könige wissen wollten, aber nie zu fragen wagten. 2008 rohwolt Verlag)

2.
Man kann also davon ausgehen, daß das magische Denken dem Menschen buchstäblich in die Wiege gelegt wird, und sich auf kulturelle und religiöse Gepflogenheiten auswirkt. Vor diesem Hintergrund wird es dann weniger erstaunlich, daß auch in unserem Kulturkreis Magie betrieben wird, in der Hoffnung die Welt durch magische Handlungen, Opfer an Götter oder festgelegte Rituale, nach den eigenen Wünschen zu formen. Und zwar vor allem dann, wenn von aussen ängstigende oder frustrierende Erlebnisse auf einen zukommen, eine gewisse Regression in archaische Empfindungswelten zur Folge zu haben scheinen.

Was jedoch nicht bedeutet, daß diese Rituale, auf einer archaischen Energieebene vollzogen, nicht funktionieren. Denn, wie z.B. Anette Bokpé in dem Buch "Der Kuss des Voodoo", sehr anschaulich beschreibt, wirkt Magie immer dann, wenn die Seele des Empfängers dazu bereit ist die Energie anzunehmen, die ihm geschickt wird. Was durchaus machbar ist, wenn Magier und Empfänger sich durch Herkunft, Glauben und/oder einer beziehungsmäßigen Interaktion in einem morphogenetischen Feld befinden.

Hinzukommt, daß wenn ein Mensch in Trance zugriff auf frühere Leben haben kann, wenn er, wie in der Maharishi Energie oder als Telepath, Botschaften an andere Menschen senden kann, es eben auch Techniken gibt, um Menschen, Dinge und Situationen zu beeinflussen. Am leichtesten verständlich wird Magie, wenn man gedanklich einen Abstecher in die Computertechnik macht. Möchte man überprüfen, ob ein Server bzw. der eigene Computer oder der Router verbunden sind, wird ein Ping, ein kleines Datenpaket, gesendet. Ist die Verbindung gut, kommt das Pingsignal wie ein schnelles Echo zu einem zurück.

Genauso kann man sich magische Energie vorstellen. Durch eine bestimmte Handlung (dazu gehören streng genommen auch Gebete!), die auf eine Situation oder eine andere Person gerichtet ist, wird Energie in die Ätherweilt gesendet. Geschieht dieses in der richtigen Situation, mit der richtigen Methode und zum richtigen Zeitpunkt, wird eine Resonanz erzeugt, die Wirkung hat. Menschen z.B. "bezaubert" man am besten mit Hilfe von Symbolen, die im kollektiven Unbewussten jedes Menschen bereits vorhanden sind, Besonders gut eignen sich dafür Traumsymbole oder Runen mit denen ihnen innewohnenden archetypischen Kräften (Skeptisch? Dann probieren Sie es mal mit Runenyoga, um einen Eindruck zu bekommen, wie sich archetypische Energien anfühlen).

Situationen beeinflusst man dagegen besser mit Energien von Wesenheiten, mit denen man in magischer Trance schriftlich oder mündlich kommuniziert, damit aus dem gesamten in Frage kommenden Pool an Möglichkeiten, diejenige erreicht wird, die zum entsprechenden Moment in der äquivalenten Energie auf Empfang schwingt. Diese Situation, dieses Tier ,oder diese Person wird für die eigenen Belange unterstützend sein. Den Formen sind dabei keine Grenzen gesetzt, denn wenn das Feld geöffnet ist, wie ich unter Parapsychologie bereits beschrieb, wird es Handlungen bekannter oder unbekannter Menschen geben, welche, einer Kettenreaktion gleich, Dinge tun oder lassen, die letztenlich dazu beitragen das eingene Anliegen ins Ziel zu bringen. Das Prinzip Ursache und Wirkung ist also nichr nur auf die materielle Welt beschränkt, sondern es beginnt bereits dort, wo schon lange vor unserer Zeit Energien vorhanden waren, die überhaupt erst dafür sorgten, daß unser Planet, daß Pflanzen, Tiere, Menschen, und das in jedem von uns ruhende Bewusstsein, entstanden.
©by gisela pothin-wulf


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